
Kuchenessen oder der Umgang mit Süssem
- Andrea Bonanomi
- 26 mars
- 1 min de lecture
Ich habe den Eindruck, dass ich als Kind nicht genügend oft Kuchen essen durfte. Ich war nicht das schlänkeste Kind und meine Mutter wollte mir ersparen, zu pummelig zu werden. Das ist rücksichtsvoll, doch hat es auch eine Schattenseite. Süsses wurde für mich etwas Verbotenes und entwickelte damit eine mächtige Anziehungskraft. (Oder ist es nur der Stier in mir?) Noch heute.
Ich habe kein Gewichtsproblem und trotzdem ist meine Beziehung zu Kuchen und Desserts nicht ganz harmonisch. Der Sog ist allgegenwärtig auch wenn ich weder Hunger noch das körperliche Bedürfnis (d.h. Nährstoffzufuhr) danach habe. Das ist recht frustrierend. Zudem ist das Angebot meist so vielseitig, dass ich nie sicher bin, ob ich das richtige Stück Kuchen gewählt habe. Argh! Ich weiss, Luxus-Problem.
Ich möchte nicht, dass mein Sohn in ein ähnliches Dilemma reinwächst. Doch zuviel Zucker und ein Zuckerhoch möchte ich auch vermeiden. Deswegen ist meine Leitlinie, eine Süsseinheit, also Kuchen und Milch oder eine Schokolade. Doch was tun wenn mein Sohn sich nicht zwischen einer warmen weissen Schokolade (gibt es nicht an vielen Orten) und einem riesigen Stück leckeren Kuchen (auch nicht überall gleich gut) entscheiden kann. Da wir auf Reise sind und Cafébesuch im regnerischen Schottland zu unserem täglichen Ritual gehört, haben wir eine schöne Lösung gefunden. Wir sind am nächsten Tag ins selbe Café zurückgekehrt, um das „Verpasste“ nachzuholen. Für uns jetzt gerade eine stimmige Lösung.
Herzliche Grüsse aus Schottland,
Andrea




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